Klimawandel: 83 Prozent der Bevölkerung macht sich Sorgen

Klimawandel: 83 Prozent der Bevölkerung macht sich Sorgen
Maßnahmen gegen den Klimawandel werden als polarisierendes Thema wahrgenommen. Eine neue Studie zeigt: Der Großteil der Bevölkerung fordert mehr Klimapolitik. Die Forscher identifizierten zudem fünf "Klimatypen".

Berlin (epd). Laut einer neuen Studie sorgen sich 83 Prozent der Bevölkerung um die Folgen des Klimawandels. Gleichzeitig befürchtet fast jeder zweite Befragte (49 Prozent) Jobverluste durch Klimapolitik, teilte das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) bei der Vorstellung seines zweiten Zusammenhaltsberichts am Donnerstag in Berlin mit. Mit acht Prozent würden die Wenigsten eine ökologische Transformation ablehnen.

Zudem finden 71 Prozent, dass die Politik noch mehr zur Bekämpfung des Klimawandels unternehmen müsste. 42 Prozent sorgen sich dennoch um ihren Lebensstandard, wenn mehr klimapolitische Maßnahmen ergriffen werden.

„Ablehnende“ in sozialen Medien überrepräsentiert

Die Forscherinnen und Forscher identifizierten fünf „Klimatypen“: die Entschlossenen (18 Prozent), die Besorgten (18 Prozent), die Zustimmenden (31 Prozent), die Indifferenten (25 Prozent) und die Ablehnenden (acht Prozent). „Transformationssorgen bedeuten nicht unbedingt eine Ablehnung von Klimaschutz“, erklärte die Co-Autorin des Berichts, Clara Dilger. Diese Ängste müssten „ernst genommen und adressiert werden“. Die kleine Gruppe der Ablehnenden von Klimaschutzmaßnahmen sei politisch aktiv und werde überrepräsentiert in sozialen Medien wahrgenommen.

Der Zusammenhaltsbericht nutzt laut dem Forschungsinstitut verschiedene Datenquellen. Die repräsentative Studie „German Social Cohesion Panel“ stütze sich dabei auf die Befragung von mehr als 8.000 Personen, die 2022 durchgeführt wurde. Das Institut besteht den Angaben zufolge seit 2020 und wird vom Bundesforschungsministerium gefördert.