Genf (epd). Die Zahl der registrierten vermissten Menschen ist laut dem Roten Kreuz in den vergangenen Jahren um fast 70 Prozent gestiegen. Im Jahr 2024 seien 284.000 vermisste Menschen registriert gewesen, teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) am Freitag in Genf mit.
Im Jahr 2019 seien es noch 169.500 Vermisste gewesen, die das Rote Kreuz registriert habe. Das Rote Kreuz führt den Anstieg der Zahl der erfassten Vermissten auf die vielen bewaffneten Konflikte wie im Sudan oder der Ukraine, die Missachtung des humanitären Völkerrechts und die wachsende Migration zurück.
IKRK-Generaldirektor Pierre Krähenbühl erklärte, die tatsächliche Zahl der Vermissten sei wesentlich höher als die Registrierungen. Viele Menschen seien auf Jahrzehnte von ihren Familien getrennt. Staaten und Konfliktparteien hätten die Pflicht, das Verschleppen von Menschen zu verhindern und Zivilisten zu schützen.