Thomas Krüger verlässt Bundeszentrale nach 25 Jahren

Thomas Krüger verlässt Bundeszentrale nach 25 Jahren

Berlin, Bonn (epd). Der langjährige Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), Thomas Krüger, geht mit Ablauf des Monats in den Ruhestand. Der heute 66-Jährige stand 25 Jahre lang an der Spitze der Einrichtung. Am 5. September wird er in Berlin im Rahmen einer Abschlusskonferenz in der Akademie der Künste am Brandenburger Tor verabschiedet. Wer ihm als Chef der Bundeszentrale für politische Bildung nachfolgt, ist bislang nicht bekannt.

Mit dem 1959 geborenen Thomas Krüger bestimmte eine ungewöhnliche Persönlichkeit ein Vierteljahrhundert lang die Geschicke der 1952 gegründeten Bundeszentrale für politische Bildung. Der studierte Theologe war ursprünglich gelernter Facharbeiter für Plast- und Elastverarbeitung. Er war später Berliner Jugendsenator und SPD-Bundestagsabgeordneter. Als bpb-Präsident ab dem Jahr 2000 sorgte er für neue Impulse in der politischen Bildung. So informiert etwa der Wahl-O-Mat seit 2002 regelmäßig vor Wahlen über die Programme der Parteien. In diesem Jahr wurde der Wahl-O-Mat den Angaben zufolge zur Bundestagswahl rund 26 Millionen Mal aufgerufen.

Um neue Zielgruppen zu erschließen, hat die Bundeszentrale in den vergangenen Jahren verstärkt Online-Angebote entwickelt und ihre Präsenz auf Social-Media ausgebaut. Daneben veranstaltet sie Seminare, Festivals, Ausstellungen, Studienreisen und Weiterbildungen. Zudem veröffentlicht sie Sachbücher sowie mehrere Zeitschriften. Im Mittelpunkt der Aufgabe steht nach eigenen Angaben „die Förderung des Bewusstseins für Demokratie und politische Partizipation“.