Schleiden, Düsseldorf (epd). Der Nationalpark Eifel hat im vergangenen Jahr einen Besucherrekord verzeichnet. Mehr als 1,4 Millionen Menschen seien 2024 in den Nationalpark gekommen, teilte das NRW-Umweltministerium am Donnerstag bei der Vorstellung des Jahresberichts in Schleiden (Kreis Euskirchen) mit. Zugleich kündigte Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) eine Erweiterung des Parks um bis zu 750 Hektar zusätzlicher Landeswaldflächen an.
Bei den geplanten Erweiterungsflächen handelt es sich um Wälder mit einer Größe von rund 600 Hektar, die seit Einrichtung des Nationalparks vom Land erworben wurden. Darüber hinaus haben das Umweltministerium sowie das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz vereinbart, weitere rund 150 Hektar Landeswald in den Nationalpark einzubringen. Schwerpunkte der geplanten Erweiterung liegen entlang der Rur bei Simmerath, in Heimbach und Hürtgenwald-Zerkall. Im Rahmen der Wildnis-Initiative des Landes soll zudem eine weitere landeseigene Fläche mit einer Größe von rund 70 Hektar nördlich des Nationalparks bei Zerkall als Wildnisentwicklungsgebiet ausgewiesen werden.
Als ein „Leuchtturmprojekt für erfolgreichen Artenschutz in Nordrhein-Westfalen“ bezeichnete die Präsidentin des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima (Lanuk), Elke Reichert, den Nationalpark Eifel. Seltene Arten wie der Schwarzstorch und die Bechsteinfledermaus hätten dort ihren Lebensraum gefunden. Laut dem Jahresbericht der Nationalparkverwaltung leben in dem Gebiet 11.425 Arten - darunter 2.620, die auf der Roten Liste stehen.