EU-Politiker wollen kurzfristig über EM-Boykott entscheiden

EU-Politiker wollen kurzfristig über EM-Boykott entscheiden
Die Ukraine weiß nach wie vor nicht, mit wie viel europäischer Politik-Prominenz sie während der Fußball-Europameisterschaft rechnen kann. Die Boykott-Frage ist noch ungeklärt.

Ein Großteil der europäischen Regierungsmitglieder wolle sich erst kurz vor den Spielen entscheiden, ob sie hinführen, sagte die deutsche Außen-Staatssekretärin Emily Haber am Montag in Brüssel nach einem Treffen der europäischen Außenminister. Die Beschlüsse sollten "im Lichte der dann herrschenden Lage" fallen. Die EM in der Ukraine und Polen findet vom 8. Juni bis 1. Juli statt.

Bislang waren in Europa vereinzelt Boykott-Entscheidungen bekanntgegeben worden: Die österreichische Regierung sowie die Mitglieder der EU-Kommission wollen nicht in die Ukraine reisen. Um Druck auf die Führung in Kiew auszuüben, zögern die EU-Regierungen auch die Annahme des lange geplanten Assoziierungsabkommens hinaus. Für ein solches Abkommen sei eine politische Kursänderung in der Ukraine notwendig, sagte Haber.

Sie verlangte "Respekt für rechtsstaatliche und humanitäre Aspekte im Umgang mit der Opposition und früheren Regierungsmitgliedern, das gilt auch für Frau Timoschenko". Deutschland habe bereits eine Reihe von Initiativen im Zusammenhang mit der medizinischen Behandlung Timoschenkos unternommen, unterstrich die Staatssekretärin.

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