Bischof Wilmer ruft an Ostern zur Versöhnung auf

Bischof Wilmer ruft an Ostern zur Versöhnung auf

Hildesheim (epd). Der Hildesheimer katholische Bischof Heiner Wilmer hat anlässlich des Osterfestes zu Frieden und Versöhnung aufgerufen. „Ostern ist die Zeit der Versöhnung“, sagte er am Sonntag in seiner Osterbotschaft: „Radikale und unversöhnliche Positionen in Gesellschaft und Kirche tun uns nicht gut.“ Wer an den furchtbaren Angriffskrieg gegen die Ukraine denke, der wisse sofort, wie wichtig der Einsatz für den Frieden sei.

Aber Frieden sei nicht allein die Abwesenheit von Krieg und das Schweigen der Waffen, sagte Wilmer: „Frieden kann auch bedeuten, Konflikte und Meinungsverschiedenheiten zu begraben, die nicht mit Waffengewalt ausgetragen werden.“ Es gehe auch um das Abrüsten in Worten und Gedanken, um Dialogfähigkeit und um den Abbau verhärteter Fronten. „Auch bei uns in Deutschland“, betonte der Bischof. „Das ist unerlässlich für ein friedliches und gutes Miteinander.“

An die Auferstehung zu glauben, bedeute konkret, Brücken zu bauen, unterstrich Wilmer. Ostern bedeute eine Kehrtwendung: „Uns erwartet nicht der Tod. Uns kommt das Leben entgegen.“ Debatten, Streit und das Ringen um die beste Lösung gehörten zwar zur Demokratie, aber ebenso die Fähigkeit zum Kompromiss: „Wir brauchen die versöhnende Mitte.“

Ostern ist das älteste und wichtigste Fest des Christentums. In aller Welt erinnern Gläubige an diesem Tag an die Auferstehung Jesu Christi nach seinem Tod am Kreuz.