Alt-Katholiken zur Ökumene: "Ziel ist nicht die Einheitskirche"

Alt-Katholiken zur Ökumene: "Ziel ist nicht die Einheitskirche"
Der alt-katholische Bischof Matthias Ring hat sich kritisch zum Aufruf "Ökumene jetzt" prominenter Christen geäußert.

"Unser Ziel ist nicht die Einheitskirche und insofern auch nicht eine Wiedervereinigung getrennter Kirchen, sondern die konziliare Gemeinschaft autonomer Ortskirchen", erklärte Ring zum Auftakt der bis Sonntag dauernden Synode des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland in Mainz.

Mit dem im September 2012 vorgestellten Aufruf "Ökumene Jetzt!" werben prominente Katholiken und Protestanten für die Überwindung der Kirchentrennung. Zu den mehr als 20 Erstunterzeichnern zählen der Fernsehmoderator Günther Jauch, Altbundespräsident Richard von Weizsäcker, die SPD-Politiker Frank-Walter Steinmeier und Wolfgang Thierse sowie die CDU-Politiker Norbert Lammert und Thomas de Maizière.

Die Alt-Katholische Kirche versteht sich als katholische Reformkirche.  Sie wurde aus Protest gegen die am 18.  Juli 1870 auf dem Ersten Vatikanischen Konzil in Rom verkündeten Dogmen der päpstlichen Lehrunfehlbarkeit und des "Jurisdiktionsprimats" gegründet, der die oberste Rechtsgewalt des Papstes festlegt. Katholiken, die den beiden Dogmen nicht zustimmen konnten und deswegen exkommuniziert wurden, riefen 1871 in München eine "Notkirche" ins Leben, die sich später "alt-katholisch" nannte. In Deutschland gibt es rund 25.000 Alt-Katholiken.

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