Aigner und "Brot für die Welt" fordern sorgsamen Umgang mit Essen

Aigner und "Brot für die Welt" fordern sorgsamen Umgang mit Essen
Vor dem Erntedankfest am Sonntag haben Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) und das evangelische Hilfswerk "Brot für die Welt" einen sorgsameren Umgang mit Lebensmitteln gefordert.

"Die Verschwendung von Nahrungsmitteln können wir uns auch aus ethischer Verantwortung nicht leisten", erklärte Aigner am Rande der Landwirtschaftsministerkonferenz in Schöntal (Baden-Württemberg). Nach einer Studie ihres Ministeriums landen jährlich elf Millionen Tonnen Nahrungsmittel in Deutschland auf dem Müll. Jeder Bürger schmeißt im Schnitt rund 82 Kilogramm Lebensmittel weg.

"Brot für die Welt" erklärte, die Verschwendung trage indirekt zum Hunger in der Welt bei. Allerdings nütze es nichts, diese Lebensmittel an die Hungernden zu schicken. "Man muss die Bauern dabei unterstützen, ihre Erträge mit nachhaltiger Landwirtschaft zu steigern, ohne Boden, Wasser und Klima zu schädigen", sagte Ernährungsexperte Bernhard Walter.

Gegen die Lebensmittelverschwendung hat Aigner im Frühjahr die Kampagne "Zu gut für die Tonne" gestartet. Nach ihren Angaben haben sich viele Unternehmen und Einrichtungen seitdem Gedanken darüber gemacht, wie Reste besser verwertet werden können.