Berichte über Einigung zwischen Sudan und Südsudan

Berichte über Einigung zwischen Sudan und Südsudan
Im Grenzstreit zwischen dem Sudan und dem Südsudan haben sich die Präsidenten beider Staaten offenbar in wichtigen Details geeinigt.

Zwischen beiden Staaten soll demnach eine zehn Kilometer breite, demilitarisierte Zone errichtet werden, berichtete das Internetportal "Sudan Tribune" am Donnerstag. Diese solle Rebellen auf beiden Seiten der Grenze den Rückzugs- und Versorgungsraum abschneiden. Die Einigung ermöglicht beiden Staaten zudem die Wiederaufnahme südsudanesischer Ölexporte durch den Sudan, auf den sich beide Seiten grundsätzlich im August geeinigt hatten.

Keine Einigung gibt es dem Bericht zufolge in der Streitfrage um die Stadt Abyei, die beide Staaten für sich beanspruchen. Abyei ist von zahlreichen Ölfeldern umgeben. Die Afrikanische Union, in deren Auftrag Südafrikas Expräsident Thabo Mbeki vermittelt, hatte eine Volksabstimmung vorgeschlagen. Die Ergebnisse der Verhandlungen, die am Sonntag mit informellen Vorgesprächen begonnen hatten, sollen in nächster Zeit in Addis Abeba offiziell vorgestellt werden. Südsudans Präsident Salva Kiir und sein sudanesischer Amtskollege Omar al-Baschir sollen dann auch ein entsprechendes Abkommen unterzeichnen.

Der Streit um die Grenze zwischen beiden Staaten hatte im April beinahe zu einem neuen Krieg geführt. Die Unabhängigkeit des Südsudan am 9. Juli 2011 hatte einen Schlusspunkt unter einen jahrelangen Friedensprozess gesetzt, der einen zwei Jahrzehnte währenden Bürgerkrieg zwischen dem islamisch-arabisch geprägten Norden und dem afrikanischen Süden beendet hatte. Allerdings sind die genauen Grenzverläufe zwischen beiden Ländern noch ungeklärt, unter anderem, weil sich in der Grenzregion die meisten Ölvorkommen der Region befinden.

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