Evangelische Allianz in Deutschland mit neuer Doppelspitze

Evangelische Allianz in Deutschland mit neuer Doppelspitze

Die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD) verändert ihre Leitungsstruktur. Künftig werde die christliche Einheitsbewegung von einer Doppelspitze aus zwei hauptamtlichen Vorständen geführt, teilte das Netzwerk am Montag im thüringischen Bad Blankenburg mit.

Als neue Vorstände wurden der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Heinrich und der bisherige Generalsekretär der EAD, Reinhardt Schink, berufen. Der langjährige Vorsitzende Ekkehart Vetter wird den Angaben zufolge zum Jahresende in den Ruhestand verabschiedet.

Die neue Doppelspitze sei Teil eines grundlegenden Veränderungsprozesses der EAD, den die Mitgliederversammlung in der vergangenen Woche mit großer Mehrheit in Bad Blankenburg beschlossen habe, hieß es. Die bisherige Gremienstruktur werde zugunsten eines "agilen, schlanken und projektorientierten Netzwerks weitgehend aufgelöst".

Eine mit 15 Mitgliedern deutlich kleinere Mitgliederversammlung wird für alle rechtlichen und finanziellen Themen sowie grundlegenden Positionierungen der EAD verantwortlich sein. Daneben entsteht als theologisches Beratungsgremium der EAD-Konvent, in dem sich etwa 70 Vertreterinnen und Vertreter der Ortsallianzen sowie der rund 370 Werke und Verbände vernetzen.

Die EAD ist ein Netzwerk von evangelischen Christen und Organisationen aus verschiedenen Kirchen und Gemeinschaften. Zu dem Netzwerk gehören rund 1.000 örtliche Allianzkreise. Die Allianz ist Mitglied der weltweiten Evangelischen Allianz, die mit 600 Millionen Mitgliedern in 129 Ländern als international größte kirchliche Vereinigung nach der katholischen Kirche gilt.