25-Jähriger nach Angriff bei CSD in Münster gestorben

25-Jähriger nach Angriff bei CSD in Münster gestorben

Ein 25-Jähriger, der am vergangenen Samstag am Rande eines Festes zum Christopher-Street-Day in Münster brutal angegriffen worden war, ist nach Polizeiangaben am Freitagmorgen seinen Verletzungen erlegen. Er sei nach bisherigem Stand der Ermittlungen von einem bislang unbekannten Täter attackiert und zu Boden geschlagen worden, erklärten Polizei und Staatsanwaltschaft Münster. Zuvor habe der Unbekannte Teilnehmer der Versammlung beleidigt. Der 25-Jährige versuchte demnach zu schlichten, was die Attacke ausgelöst haben soll.

Der Bischof von Münster, Felix Genn, bezeichnete die Gewalttat als "barbarisch" und "irrsinnig". Seine Gedanken und Gebete seien bei dem Verstorbenen, seinen Angehörigen und "allen, die um ihn trauern", erklärte der katholische Bischof. Er rief zum Einsatz gegen Intoleranz, Hass und Ausgrenzung auf. Die Bundesvorsitzende der Grünen, Ricarda Lang, und die Bundestagsabgeordnete der Linken, Kathrin Vogler, äußerten auf Twitter ihr Mitgefühl mit der Familie und den Freunden des Verstorbenen. Lang erklärte, ihre Gedanken seien auch bei "allen queeren Menschen, die sich unsicher und bedroht fühlen".