Katholische Reformgruppen auf dem Katholikentag präsent

Katholische Reformgruppen auf dem Katholikentag präsent

Die katholischen Reformbewegungen "Maria 2.0", "OutInChurch" und "Wir sind Kirche" wollen auf dem Katholikentag präsent sein. "Maria 2.0" will in Stuttgart ganz besonders den Frauen eine starke, unabhängige Stimme geben", sagte Mechthild Exner-Herforth am Freitag bei einer Online-Pressekonferenz mehrerer katholischer Reformgruppen. Überall auf der Welt solidarisierten sich Frauen und erhöben ihre Stimme mit nahezu identischen Forderungen.

"Maria 2.0" plant am Samstag, dem 28. 5., eine Demo gegen kirchliche Willkür auf dem Katholikentag, der vom 25. bis 29. Mai in Stuttgart stattfindet. Das Bündnis setzt sich für die Gleichberechtigung von Frauen und ihre Teilhabe an allen Ämtern in der katholischen Kirche ein.

Der Sprecher der Reforminitiative "OutInChurch", Jens Ehebrecht-Zumsande, betonte die Notwendigkeit grundlegender Reformen in der katholischen Kirche. Im Januar hatten sich in der Initiative mehr als 100 kirchliche Mitarbeiter als nicht-heterosexuell geoutet. Auch beim Katholikentag werde die Initiative für ihre Anliegen eintreten, kündigte Ehebrecht-Zumsande an.

Der Sprecher des Bundesteams von "Wir sind Kirche", Christian Weisner, sagte mit Blick auf den Krieg in der Ukraine und die Corona-Pandemie, es sei wichtig, dass sich Christen ihre Vision von einer friedvolleren und gerechten Welt nicht kaputtmachen ließen. "Aber packen wir es auch an", erklärte er. In der aktuellen "Multi-Krise" sei es besonders notwendig, zum Austausch zusammenzukommen, soweit es die Pandemie zulasse.