Bericht: Familien spüren Inflation am stärksten

Bericht: Familien spüren Inflation am stärksten

Familien mit Kindern leiden einem Zeitungsbericht zufolge überdurchschnittlich unter der Inflation. Für Paare mit zwei Kindern und bis zu 2.600 Euro Nettomonatslohn stiegen die Preise im April um acht Prozent, wie laut "Süddeutscher Zeitung" (Donnerstag) aus einer Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervorgeht. Die allgemeine Inflationsrate betrug 7,4 Prozent.

Auch vierköpfige Familien mit 3.600 bis 5.000 Euro netto und Alleinerziehende erlebten demnach eine stärkere Teuerung als die übrige Bevölkerung. Für Singles mit über 5.000 Euro betrug die persönliche Inflationsrate den Angaben zufolge dagegen nur 6,2 Prozent.

Laut dem Bericht berechnet das Institut die persönliche Teuerungsrate danach, wofür Haushalte ihr Geld ausgeben. Am stärksten verteuerten sich derzeit Haushaltsenergie, Essen und Tanken. Familien mit wenig Einkommen gäben einen größeren Teil ihrer Ausgaben für solchen Grundbedarf aus als hochbezahlte Singles.

Die Entlastungspakete der Bundesregierung helfen laut der Studie nur beschränkt, wie die Zeitung weiter meldet. So würden Alleinerziehende mit bis zu 2.600 Euro Nettoeinkommen von der Regierung im Gesamtjahr um 629 Euro entlastet. Die Preissteigerungen bei Energie und Lebensmitteln bedeuteten aber für sie allein von Januar bis April Zusatzkosten von 330 Euro. Auch bei Paaren mit zwei Kindern, bei denen ein Elternteil berufstätig ist, betrügen die Zusatzkosten bis April bereits über die Hälfte der Entlastung im ganzen Jahr.