Menschenrechtler kritisieren Gewalt gegen Zivilisten in Burkina Faso

Menschenrechtler kritisieren Gewalt gegen Zivilisten in Burkina Faso

Menschenrechtler haben an Zivilisten verübte Gräueltaten in Burkina Faso angeprangert. Islamisten hätten Hunderte Menschen getötet und vergewaltigt, erklärte Human Rights Watch am Montag in Nairobi. Wie auch im benachbarten Mali sind in dem westafrikanischen Staat zahlreiche islamistische Milizen aktiv, die immer wieder die Zivilbevölkerung und staatliche Einrichtungen angreifen.

Laut einem Report der Menschenrechtler gehen auch Regierungstruppen und Milizen, die gegen die Terroristen kämpfen, teils brutal vor. Auch sie hätten mehrere hundert Zivilisten und mutmaßliche islamistische Kämpfer getötet. Für den Bericht haben die Menschenrechtler nach eigenen Angaben mit 83 Zeugen und Überlebenden sowie Diplomaten und UN-Vertretern gesprochen.

Die Sahel-Direktorin der Organisation, Corinne Dufka, sagte: "Bewaffnete islamistische Gruppen demonstrieren Tag für Tag ihre Missachtung für das Leben und die Existenzgrundlagen der Zivilbevölkerung." Auch Regierungstruppen und mit ihr verbundene Milizen müssten die Menschenrechte achten.

Burkina Faso mit etwa 21 Millionen Einwohnern ist eines der ärmsten Länder der Welt. In dem Sahel-Staat hatte sich Ende Januar das Militär an die Macht geputscht und den Schritt mit der sich verschlechternden Sicherheitslage begründet.