Schauspieler Wotan Wilke Möhring vermeidet das Wort "behindert"

Schauspieler Wotan Wilke Möhring vermeidet das Wort "behindert"

Schauspieler Wotan Wilke Möhring vermeidet nach eigenen Angaben das Wort "behindert". Der Begriff sei "eine intolerante und wie ich finde unzureichende Bezeichnung", sagte der 54-Jährige den Zeitungen Funke Mediengruppe (Montag). "Eine, die ausschließlich das hervorhebt, von dem wir glauben, was diese Menschen alles nicht können, wo sie eingeschränkt sind, be-hindert sind." Stattdessen spreche er beispielsweise lieber von "inklusiven Gemeinschaften".

Möhring - unter anderem bekannt als Hamburger "Tatort"-Kommissar - kritisierte, man spreche den Menschen durch das Wort "behindert" ihre grundlegenden Fähigkeiten ab und verkenne besondere Fähigkeiten. So könne man etwa in Bezug auf soziales Verhalten viel von Menschen mit Einschränkungen lernen: "Dass es auch ohne Neid und Missgunst geht, sondern mit großer Herzlichkeit und offenen Karten." In seinem neuen Film "Weil wir Champions sind" spielt Möhring einen Basketball-Coach, der verpflichtet wird, Menschen mit Beeinträchtigungen zu trainieren.