Rund 35.000 demonstrieren für Frieden in Ukraine

Rund 35.000 demonstrieren für Frieden in Ukraine

Zu einer Friedensdemonstration sind am Sonntag nach Angaben der Veranstalter 35.000 Menschen in Stuttgarts Oberem Schlossgarten zusammengekommen. Sie appellierten an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, sich aus der Ukraine zurückzuziehen und die territoriale Integrität des Landes wiederherzustellen, teilte der BUND mit. Initiator der Demonstration war das Bündnis "Stoppt den Krieg", zu dem Friedens-, Menschenrechts-, Umweltschutzorganisationen sowie Kirchen und Gewerkschaften gehören.

Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesvorsitzende des BUND in Baden-Württemberg, wies darauf hin, dass der Import großer Mengen an fossiler und nuklearer Energie auch weltweite Umwelt-Zerstörung, Ausbeutung, Terror und Krieg finanziere. Sie forderte ein Umsteuern, damit alle Ressourcen nur nachhaltig genutzt werden. Ähnlich äußerte sich Jaron Immer, Sprecher für Fridays For Future im Südwesten: "Echte Solidarität mit der Ukraine bedeutet, dass wir die Kriegskasse Putins nicht weiter füllen und ein sofortiges Gas-, Öl- und Kohle-Embargo umsetzen."

Teilweise kritisch äußerten sich Redner zu geplanten Mehrinvestitionen in die Bundeswehr. "Es darf keinen Blankoscheck für die Erhöhung der deutschen Verteidigungsausgaben geben", sagte Kai Burmeister, DGB-Vorsitzender in Baden-Württemberg. Der Bundessprecher der Kampagne "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" und der "Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen", Jürgen Grässlin, forderte von der Bundesregierung die Einrichtung eines 100 Milliarden Euro teuren Friedens- und Sozialfonds statt der Hochrüstung der Bundeswehr.

Ähnliche Demonstrationen fanden am Sonntag in Hamburg, Frankfurt, Leipzig und Berlin statt. Nach Veranstalterangaben gingen insgesamt 125.000 Menschen auf die Straße.