Caritas: Sachspenden für Ukraine überlasten Hilfsorganisationen

Caritas: Sachspenden für Ukraine überlasten Hilfsorganisationen

Caritas International appelliert an die Bevölkerung, zu Unterstützung der Menschen in der Ukraine Geld zu spenden. Sachspenden, wie gebrauchte Kleidung oder gebrauchte Kuscheltiere, seien oft nicht bedarfsgerecht und überforderten die Hilfsorganisationen, sagte der Ukraine-Referent von Caritas International, Gernot Krauß, am Mittwoch im WDR-Morgenecho. Viele Sachspenden seien "im Augenblick ziemlich sicher nicht das Richtige, weil es einfach auch zu viel ist".

Busse und LKWs mit Sachspenden stellten die Hilfsorganisationen vor große logistische Herausforderungen, sagte Krauß weiter: "Das muss ja alles auch in Empfang genommen und sortiert und den Bedürftigen zugewiesen werden." Das sei eine Überlastung, "weil es zu viel ist, nicht koordiniert ist, und häufig auch nicht bedarfsorientiert ist".

Einige Caritas-Hilfszentren in der Ukraine hätten geschlossen werden müssen, erklärte Krauß weiter. In Kiew werde geschossen, "da können die Menschen nicht in die Zentren gehen". Es gebe aber im ganzen Land verteilt noch 34 Zentren, die aktiv seien. "Genau diesen versuchen wir jetzt möglichst viel Unterstützung zu gewähren", erklärte der Caritas-Referent. "Da sind die Geldspenden genau das, was die gebrauchen können." Aktuell könnten noch vor Ort im Westen der Ukraine gut Hilfsgüter eingekauft werden und diese dann in den Osten gebracht werden.

Einsatzbereit in der Ukraine seien zudem Suppenküchen, sagte Krauß weiter. Diese benötigten jetzt Nachschub. "Das versuchen wir möglichst im Land zu kaufen, weil die Grenzübergänge häufig verstopft sind", berichtete der Ukraine-Referent.