"Gesellschaft für bedrohte Völker" hat einen neuen Direktor

"Gesellschaft für bedrohte Völker" hat einen neuen Direktor

Die in Göttingen ansässige Menschenrechtsorganisation "Gesellschaft für bedrohte Völker" hat seit Anfang des Jahres einen neuen Direktor. Der Politikwissenschaftler und Anglist Roman Kühn (43) hat am 1. Januar die Nachfolge von Ulrich Delius angetreten, wie die Organisation am Montag mitteilte. Delius hatte sich nach 34 Jahren Menschenrechtsarbeit in den Ruhestand verabschiedet.

Während alle Menschen und Völker offiziell die gleichen Rechte hätten, würden doch immer wieder Menschen verschleppt, ihrer Rechte beraubt, interniert und gefoltert, sagte Kühn, der zuvor unter anderem Geschäftsführer der Organisation "Jugend Europäischer Volksgruppen" in Berlin war.

Die Täter handelten oft im Auftrag eines Staates oder würden vom Staat geschützt, so dass ihre Verbrechen ungesühnt bleiben, sagte Kühn weiter. Er wolle in den kommenden Jahren auf diese Missstände aufmerksam machen, Mandatsträger zum Handeln gegen Ungerechtigkeiten bewegen und ein "Dorn im Auge der Mächtigen" sein. Die "Gesellschaft für bedrohte Völker" verfügt über einen beratenden Status bei den Vereinten Nationen sowie einen mitwirkenden Status beim Europarat.