Verband fordert mehr Anerkennung für Arbeit der Ehrenamtler

Verband fordert mehr Anerkennung für Arbeit der Ehrenamtler

Eine stärkere Anerkennung der Leistungen des Ehrenamtes in Deutschland fordert der BDH Bundesverband Rehabilitation. In den vergangenen Jahren seien vermehrt gesamtgesellschaftliche Aufgaben dem bürgerschaftlichen Engagement überantwortet worden, teilte der Verband am Donnerstag in Bonn anlässlich des Tags des Ehrenamtes (5. Dezember) mit. "Wir Ehrenamtler sind keine Lückenbüßer. Bürgerschaftliches Engagement im sozialen Bereich zeigt auch auf, wo etwas im Argen liegt, wo Handlungsbedarf besteht", betonte Vorsitzende Ilse Müller.

In seinem BDH-Sozialkompass 2021 fordert der Verband und gemeinnütziger Träger von Reha-Fachkliniken die Politik deshalb auf, den Ehrenamtlern die ihnen zustehende Würdigung zukommen zu lassen. Eine Reihe von sozialen und gesundheitlichen Leistungen in der Gemeindearbeit, in der Gesundheitsversorgung oder der Pflege fielen mittlerweile in die Verantwortung ehrenamtlicher Initiativen.

Das Ehrenamt dürfe aber kein günstiger Ersatz für jene Bereiche im Gemeinwesen sein, für die sich sonst niemand mehr findet, mahnte der Verband. "Immer häufiger fehlt aufgrund von Arbeitszeitverdichtung und personellen Engpässen in unserer modernen Arbeitswelt die soziale Dimension", sagte Müller. "Bitter ist vor allem, dass aufgrund von Sparzwängen und Konkurrenzkampf dies auch zunehmend in der Gesundheits- und sozialen Versorgung für chronisch kranke und behinderte Menschen der Fall ist."