Mehrere Tote bei Selbstmordanschlägen in Uganda

Mehrere Tote bei Selbstmordanschlägen in Uganda

In Uganda sind bei zwei Selbstmordanschlägen mindestens sechs Menschen getötet worden, darunter drei Attentäter. Über 30 weitere Menschen seien verletzt worden, fünf davon schwer, berichtete die Zeitung "Monitor" in ihrer Online-Ausgabe am Dienstag unter Berufung auf einen Polizeisprecher. Ein Mann habe in der Nähe der Polizei-Hauptwache in der Hauptstadt Kampala einen Sprengsatz gezündet. Zwei andere Männer auf Motorrädern hätten kurz danach einen Anschlag in der Nähe des Parlaments verübt. Ein weiterer Attentäter sei gestoppt und festgenommen worden

Zu den Hintergründen der Tat gab es zunächst keine Informationen. Die Polizei verdächtigte eine lokale Terrorgruppe, die mit der ugandischen Miliz ADF zusammenarbeitet, für die Anschläge verantwortlich zu sein. Ein Polizeisprecher sagte dem ugandischen Sender NTV, die Art der Angriffe deuteten darauf hin, dass die ADF andere Gruppen radikalisiert habe. Der Kommissionsvorsitzende der Afrikanischen Union (AU), Moussa Faki Mahamat, verurteilte die Attentate aufs Schärfste und sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus.

Die ADF terrorisierte in den 1990er und 2000er Jahren vor allem Regionen in West-Uganda. In den vergangenen Jahren hat sie auch zahlreiche Anschläge im Osten der Demokratischen Republik Kongo verübt. Die Organisation gilt als Teil des Terrornetzwerks "Islamischer Staat" und dessen Ableger in Zentralafrika.

Im Oktober waren in Uganda bei zwei Anschlägen auf einen Bus und einer weiteren Explosion in Kampala insgesamt mindestens drei Menschen getötet worden. Präsident Yoweri Museveni hatte von einem Terrorakt gesprochen.