Gottesdienste von Freikirchen meist besser besucht

Person hebt während eines Gottesdienstes in einer Kirche eine Hand in die Luft

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Einer Studie zufolge haben freikirchliche Gemeinden eine stärkere Mitgliederbindung und ein aktiveres Gemeindeleben als Gemeinden der evangelischen Landeskirchen.

Soziologische Studie
Gottesdienste von Freikirchen meist besser besucht
Freikirchliche Gemeinden haben einer Studie zufolge eine stärkere Mitgliederbindung und auch ein aktiveres Gemeindeleben als Gemeinden der evangelischen Landeskirchen.

Deutlich werde das an den Teilnahmezahlen der Gottesdienste, teilte das Sozialwissenschaftliche Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Montag in Hannover mit. Am Sonntagsgottesdienst nehmen laut der repräsentativen Studie nur drei Prozent der Kirchenmitglieder der evangelischen Landeskirchen teil, in den Freikirchen seien dies hingegen 40 Prozent und in den landeskirchlichen Gemeinschaften 57 Prozent.

Die Soziologin und Autorin der Studie zum 2. Kirchengemeindebarometer, Julia Steinkühler, hebt hervor: "Viele freikirchliche Bewegungen sind beliebt, weil sie den Menschen attraktive Angebote machen. Sie stellen sich vielfältig auf und bieten für alle Altersgruppen und Lebenskontexte spezifische Aktivitäten an, die dazu führen, dass sich die Menschen auch langfristig an die jeweilige Kirche bzw. Gemeinde binden." Viele freikirchliche Bewegungen böten ein bestimmtes Zugehörigkeitsgefühl an, was in der modernen Gesellschaft oftmals gesucht werde.

Das Sozialwissenschaftliche Institut ist 2004 aus der Zusammenführung des Sozialwissenschaftlichen Instituts in Bochum mit dem Pastoralsoziologischen Institut der Landeskirche Hannovers hervorgegangen. Das Institut begleitet und kommentiert aktuelle Entwicklungen in Kirche und Gesellschaft.

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