Unicef prangert ungleiche Verteilung von Corona-Impfstoff an

Unicef prangert ungleiche Verteilung von Corona-Impfstoff an

Unicef kritisiert die nach wie vor ungerechte Verteilung von Corona-Impfstoffen zwischen armen und reichen Ländern. Nach einer aktuellen Analyse des Forschungsinstituts Airfinity hätten die G20-Staaten pro Kopf 15-mal so viele Impfdosen gegen Covid-19 erhalten wie Länder in Subsahara-Afrika oder andere Länder mit niedrigem Einkommen, teilte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen am Mittwoch in Köln mit.

Zudem kämen die von wohlhabenden Ländern zugesagten Impfstoff-Spenden an arme Staaten zu langsam dort an, hieß es. Von den 1,3 Milliarden zugesagten Impfdosenspenden seien bisher nur 194 Millionen Dosen an die Impfstoff-Initiative Covax weitergegeben worden. Insbesondere afrikanische Länder hätten bisher kaum Covid-19-Impfdosen erhalten.

"Die ungerechte Impfstoffverteilung wirft nicht nur die ärmsten Länder zurück, sondern die ganze Welt", erklärte Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore. Beim G20-Gipfel am kommenden Wochenende in Rom sollten die Staats- und Regierungschefs daran denken, "dass wir den Kampf gegen die Pandemie nur gemeinsam gewinnen oder verlieren können".