Klimabewegung fordert effektive Maßnahmen in den ersten 100 Tagen

Klimabewegung fordert effektive Maßnahmen in den ersten 100 Tagen

Die Klimabewegung "Fridays for Future" hat von der neuen Bundesregierung weitreichende Sofortmaßnahmen in den ersten 100 Tagen gefordert. Dazu präsentierten Vertreter der Klimabewegung am Mittwoch in Berlin einen Sechs-Punkte-Katalog. Darin werden unter anderem die Beseitigung von Hindernissen beim Ausbau der Sonnen- und Windenergie wie etwa unrealistische Abstandsgrenzen, ein verbindlicher Kohleausstieg bis 2030 und ein sofortiger Abbaustopp gefährdeter Ortschaften in Bergbaugebieten gefordert. Weitere erforderliche Maßnahmen seien etwa ein "Einbaustopp für fossile Verbrennermotoren" ab 2025 und ein sofortiger Neu- und Ausbaustopp für Autobahnen und Bundesstraßen, wie die Sprecherin von "Fridays for Future" Deutschland, Annika Rittmann, sagte.

Luisa Neubauer von "Fridays for Future" betonte: "Die Zeit der Ausreden ist vorbei." Die notwendige Technik für den Umbau zur Klimaneutralität stehe zur Verfügung. SPD, Grüne und FDP wollen am Donnerstag offiziell mit Koalitionsverhandlungen beginnen.

Rittmann erklärte, die neue Bundesregierung habe jetzt einen breiten Rückhalt für eine effektive Klimapolitik. Weitere Forderungen der Klimabewegung sind eine unabhängige Kontrolle aller Gesetze und Infrastrukturprojekte mit Blick auf deren CO2-Ausstoß, die sofortige Beendigung neuer Erdgasinfrastrukturprojekte und ein Erdgasausstieg bis spätestens 2035.

"Fridays for Future" hat für Freitag zum zentralen Klimastreik nach Berlin aufgerufen, um den Druck auf die künftigen Koalitionäre zu erhöhen.