Städte und Landkreise begrüßen Kostenpflicht für Corona-Schnelltests

Städte und Landkreise begrüßen Kostenpflicht für Corona-Schnelltests
Dass Menschen für einen Corona-Schnelltest ab sofort die Kosten tragen, finden der Städte- und Gemeindebund und der Landkreistag richtig. Sie verweisen auf Impfangebote für jeden und einen gerechten Einsatz von Steuermitteln.

Die Kommunen begrüßen das Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests. Mit Blick auf den sparsamen Einsatz von Steuermitteln sei der Schritt nachvollziehbar, da inzwischen alle Menschen ein Impfangebot erhalten hätten, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg. Auch der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager (CDU), nannte es angesichts einer Impfquote von 80 Prozent bei Erwachsenen richtig, dass der Staat die Kosten für Schnelltests nicht länger übernimmt.

Die Tests sind seit Montag nicht mehr kostenfrei. Ausnahmen gelten unter anderem für alle Gruppen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen und dies nachweisen können oder für die noch kein Impfstoff zur Verfügung steht.

Das gelte insbesondere für die Kinder und Jugendlichen in den Schulen, erläuterte Städtebund-Hauptgeschäftsführer Landsberg dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (Montag). "Wir gehen nicht davon aus, dass die wegfallenden kostenlosen Tests zu ernsthaften sozialen Konflikten führen", sagte er. Wer sich gegen eine Impfung entscheide, müsse akzeptieren, dass die Allgemeinheit nicht bereit sei, dafür weiterhin Steuermittel in Millionenhöhe aufzuwenden.

Landkreistagspräsident Sager sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag), wer von einem Impfangebot keinen Gebrauch mache, "hat in einer liberalen Gesellschaft natürlich jedes Recht dazu. Solidarität vom Rest der Gesellschaft kann man dann aber nicht dauerhaft einfordern."