Erzbischof Schick würdigt Pater Kolbe als "Patron der Versöhnung"

Erzbischof Schick würdigt Pater Kolbe als "Patron der Versöhnung"

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat den vor 80 Jahren im KZ Auschwitz ermordeten Pater Maximilian Kolbe als "Patron der Versöhnung für ganz Europa" gewürdigt. Versöhnung bleibe eine wichtige friedenspolitische Orientierung, erklärte der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der katholischen Deutschen Bischofskonferenz am Mittwoch mit Blick auf einen europäischen Workshop in Oswiecim/Auschwitz vom 11. bis 16. August.

Die katholische Kirche verehrt Kolbe als einen der wichtigsten Märtyrer des 20. Jahrhunderts. Der Franziskaner hatte im Juli 1941 die Lagerleitung gebeten, ihn anstelle eines zum Tod verurteilten Familienvaters hinzurichten. Am 14. August 1941 wurde Kolbe mit einer Giftspritze in Auschwitz getötet.

Der Workshop der Maximilian-Kolbe-Stiftung, deren Vorsitzender Erzbischof Schick ist, steht nach Angaben der Bischofskonferenz unter dem Leitwort "Gemeinsam von Auschwitz lernen - Beziehungen konstruktiv gestalten". Die Stiftung wurde 2007 mit Unterstützung der Polnischen und der Deutschen Bischofskonferenz gegründet. Ziel der Stiftung ist es, Beiträge zur Stärkung der kirchlichen Versöhnungsarbeit in Europa zu leisten und sich für Opfer von Unrecht und Gewalt zu engagieren.