Bundesweites Glockenläuten für Betroffene der Unwetterkatastrophe

Bundesweites Glockenläuten für Betroffene der Unwetterkatastrophe

Als Zeichen der Anteilnahme nach der Unwetterkatastrophe sollen am Freitagabend bundesweit Kirchenglocken läuten und zu Andachten und Gebeten einladen. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, sprach am Donnerstag von "einem starken Zeichen der Solidarität", wenn viele evangelische Gemeinden bundesweit Andachten feiern. Auch katholische Bistümer riefen zu Glockenläuten und Gebeten auf.

Der katholische Mainzer Bischof Peter Kohlgraf sagte: "Das Läuten der Glocken und unser Gebet um Gottes Beistand mögen Trost und Stärkung sein." Der Limburger Bischof Georg Bätzing, Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, will im Limburger Dom bei einer Andacht nach eigenen Worten ein öffentliches Zeichen des Zusammenhalts setzen und gemeinsam um Gottes Beistand bitten.

Ausgegangen war die Initiative von den vom Hochwasser besonders betroffenen evangelischen Landeskirchen im Rheinland und in Westfalen. Die Glocken sollen ab 18 Uhr läuten.

Eine zusätzliche Kollekte in evangelischen Gottesdiensten soll am Sonntag unter dem Motto "Gemeinden helfen Gemeinden" dazu beitragen, dass das Gemeindeleben in zerstörten Kirchen und Gemeindehäusern möglichst bald wieder aufblühen kann. "Wir können mit einer solchen Kollekte auch äußerlich zeigen, wie sehr wir im gesamten Raum der EKD Anteil nehmen und mitfühlen und das auch materiell zum Ausdruck bringen wollen", sagte der bayerische Landesbischof Bedford-Strohm. In den Kirchen und Gemeindehäusern seien nicht nur die Gebäude, sondern vielfach auch das gesamte Inventar durch die Wasserschäden nicht mehr nutzbar.