Nach Putsch in Myanmar: EU-Sanktionen gegen Edelsteinunternehmen

Nach Putsch in Myanmar: EU-Sanktionen gegen Edelsteinunternehmen

Brüssel (epd). In Reaktion auf den Putsch in Myanmar nimmt sich die EU nun vom Militär kontrollierte Unternehmen für den Handel mit Edelsteinen und Holz vor. Die Außenminister erließen am Montag in Luxemburg Sanktionen gegen drei Unternehmen. Potentielle Vermögen in der EU werden eingefroren und Geschäfte mit ihnen verboten. Durch die Sanktionen würden die Möglichkeiten der Junta eingeschränkt, Gewinn aus den natürlichen Ressourcen des Landes zu ziehen, erklärte der Rat.

Daneben wurden eine Veteranenorganisation und acht weitere Personen auf die bestehende Sanktionsliste gesetzt, unter ihnen mehrere Minister der Militärregierung. Sie seien verantwortlich für die Untergrabung der Demokratie und schwere Menschenrechtsverletzungen. Mit dieser dritten Runde von Sanktionen durch die EU stehen nun 43 Personen und sechs wirtschaftliche oder andere Organisationen oder Einrichtungen auf der Sanktionsliste.

Am 1. Februar hatte die Armee in Myanmar gegen die "Nationale Liga für Demokratie" (NLD) unter De-Facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi geputscht. Die EU versicherte am Montag, sie unterstütze weiter die Bevölkerung des Landes und dessen demokratischen Übergang.