Feinstaub: Berlin hat die schlechteste und Göttingen die beste Luft

Feinstaub: Berlin hat die schlechteste und Göttingen die beste Luft

Berlin ist laut einem EU-Bericht zur Feinstaubbelastung die deutsche Stadt mit der schlechtesten und Göttingen die mit der besten Luft. Europaweit steht das schwedische Umea mit den niedrigsten Durchschnittswerten an der Spitze der Rangliste, die die Europäische Umweltagentur (EEA) in Stockholm am Donnerstag online veröffentlichte. Am Ende der 323 bewerteten Städte rangiert Nowy Sacz in Polen.

Feinstaub ist laut EEA von allen Luftverschmutzungsarten die mit dem schwerwiegendsten Folgen für die Gesundheit. Bei dem Ranking wurde die durchschnittliche Belastung mit Feinstaubpartikeln der Größe PM 2,5 in den Jahren 2020 und 2019 zugrunde gelegt. Als gut galten Werte unter zehn Mikrogramm pro Quadratmeter, als mäßig von zehn bis unter 15, als schlecht bis unter 25 Mikrogramm und als sehr schlecht die Werte darüber.

Berlin auf Platz 219 wies demnach im Schnitt 13,1 Mikrogramm auf, Göttingen auf Platz 29 nur 7,3. Bei Gelsenkirchen als zweitschlechtester deutscher Stadt auf Platz 197 waren es 12,1 und bei Passau auf Platz 186 waren es 11,7 Mikrogramm. Freiburg im Breisgau und Darmstadt auf den Plätzen 45 und 46 hatten je 8,3 Mikrogramm. Alle ausgewiesenen deutschen Städte fanden sich im guten oder moderaten Bereich.

Die Bandbreite in Europa reichte von 3,7 Mikrogramm in Umea bis 27,3 Mikrogramm in Nowy Sacz. Die Städte mit schlechter Luft ballen sich dem Ranking zufolge in Osteuropa und Norditalien. Allerdings waren eine ganze Reihe von Städten, darunter Köln und Münster, nicht vertreten, zum Beispiel weil für sie nicht genug Werte vorlagen.