Solidaritätskundgebung mit Israel und gegen Antisemitismus

Solidaritätskundgebung mit Israel und gegen Antisemitismus

Mehrere hundert Menschen haben am Samstag in Berlin gegen Antisemitismus und für Solidarität mit Israel demonstriert. An der Kundgebung auf dem Potsdamer Platz nahmen unter anderem die Rechtsanwältin, Frauenrechtlerin und Moscheegründerin Seyran Ates, der Berliner Antisemitismusbeauftragte Samuel Salzborn und der Grünen-Politiker Volker Beck teil.

Veranstalteter waren das Mideast Freedom Forum Berlin, das Junge Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus. "Wir demonstrieren unsere Solidarität mit Israel und stellen uns gegen jeden Antisemitismus", hieß es.

Den Hass auf Israel kriegten Jüdinnen und Juden als puren Antisemitismus auch in Deutschland zu spüren, hieß es. Derzeit erlebten sie bundesweit offenen Judenhass. Viele hätten deshalb Angst, in die Synagoge oder am Wochenende in die Innenstadt zu gehen.

Der Berliner Antisemitismusbeauftragte hatte zuvor auf Twitter betont, Antisemitinnen und Antisemiten sei es völlig egal, was Israel tue oder nicht. Sie nutzen jeden Vorwand, um ihren antisemitischen Hass auszuleben. Seyran Ates erklärte, es mache sie traurig und wütend, dass sich dieser Tage der Hass auf Israel und die Juden auch auf den deutschen Straßen wieder offen zeige.

Bei einer pro-palästinensischen Demonstration in Berlin-Neukölln wurde laut "Tagesspiegel" (online) zeitgleich zur "Bombardierung Tel Avis" und zum bewaffneten Widerstand aufgerufen. An dem Aufzug beteiligten sich laut Polizei etwa 3.500 Menschen. Wegen fehlender Mindestabstände löste die Polizei die Versammlung vorfristig auf.

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