Berliner Bischöfe verurteilen antisemitische Angriffe

Berliner Bischöfe verurteilen antisemitische Angriffe

Die beiden großen Kirchen in Berlin haben die Angriffe auf jüdische Einrichtungen und Bedrohungen jüdischer Menschen wegen des Nahost-Konfliktes verurteilt. Es sei unerträglich und nicht hinnehmbar, dass Juden und Jüdinnen, Synagogen und jüdische Einrichtungen bedroht, verunglimpft und angegriffen werden, erklärten Erzbischof Heiner Koch vom Erzbistum Berlin und der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Christian Stäblein, am Samstag in Berlin. Antisemitismus sei ein Verbrechen. "Wir werden uns überall entgegen stellen, wo Antisemitismus auf den Straßen in unserem Land laut wird", sagten die beiden Geistlichen.

Die Ausgrenzung von Jüdinnen und Juden nannten sie unerträglich. "Das ist purer Antisemitismus, der sich des Gewands der Israelkritik bedient", sagten Koch und Stäblein. Unerträglich sei auch, dass dieses ausgerechnet in Berlin geschehe, wo die systematische Verfolgung und Ermordung von Jüdinnen und Juden geplant und in Gang gesetzt wurde.

An die staatlichen Stellen appellierten sie, alles zu tun, um jüdische Menschen und Einrichtungen zu schützen und gegen sie gerichtete Straftaten konsequent zu verfolgen. Die Menschen in Berlin und Deutschland riefen sie dazu auf, sich an die Seite der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger zu stellen. "Wir zeigen Gesicht und versichern den jüdischen Gemeinden: Wir stehen an ihrer Seite. Wer euch angreift, greift auch uns an. Wir stehen auf gegen Antisemitismus", so die beiden Bischöfe.

Meldungen

Top Meldung
Der rheinische Präses Thorsten Latzel
Der rheinische Präses Thorsten Latzel begibt sich vom 6. bis 13. Juli mit einem E-Bike auf eine Radtour durch das Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland. Die "Sommertour der Hoffnung" führt von der Saarbrücker Ludwigskirche zum Weseler Willibrordi-Dom.