Bistum Regensburg: Gründung der Aufarbeitungskommission steht bevor

Bistum Regensburg: Gründung der Aufarbeitungskommission steht bevor

Die Gründung einer Kommission zur Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch im Bistum Regensburg steht unmittelbar bevor. Die konstituierende Sitzung finde in den nächsten Tagen statt, teilte das Bistum am Freitag mit. Erst kürzlich hatten das Erzbistum München und das Bistum Würzburg mittgeteilt, dass eine entsprechende Kommission in ihrem Bereich nach der Gründung eines unabhängigen Betroffenenbeirates nun die Arbeit aufnehmen könne.

Die Gründung eines Betroffenenbeirates steht in Regensburg jedoch offenbar noch aus. Dessen Zusammenstellung sei "eine der ersten Aufgaben der Aufarbeitungskommission", sagte ein Bistumssprecher. Darüber hätten sich Verantwortliche des Bistums Regensburg mit dem Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, im November 2020 im Zusammenhang mit der umfangreichen Aufarbeitung bei den Domspatzen verständigt, hieß es.

Regensburg habe die Beschlüsse der katholischen Deutschen Bischofskonferenz "bereits in den vergangenen Jahren" durchgeführt. So hätten sich zwei umfangreiche Studien mit Gewalt und sexuellem Missbrauch bei den Regensburger Domspatzen befasst. Betroffene seien in Regensburg auch an der Diskussion beteiligt gewesen, wie viel Geld Opfern von sexuellem Missbrauch in der Kirche gezahlt werden sollte, sagte der Sprecher. So hatte das Bistum schon deutlich bevor sich die Bischofskonferenz auf eine Zahl einigte bekanntgegeben, seine Zahlungen für die Opfer sexuellen Missbrauchs auf bis zu 50.000 Euro aufzustocken.

Meldungen

Top Meldung
Flüchtlingsrettung Mittelmeer
Die westfälische Präses Annette Kurschus fordert die Wiederaufnahme der staatlichen Seenotrettung im Mittelmeer. Sie beklagt einen Mangel an Mitgefühl und Barmherzigkeit.