Bedford-Strohm fordert mehr Angebote für Angehörige von Corona-Toten

Bedford-Strohm fordert mehr Angebote für Angehörige von Corona-Toten

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat sich dafür ausgesprochen, dass die Kirche einen Austausch zwischen Angehörigen von in der Corona-Pandemie Verstorbenen organisiert. Bei der zentralen Gedenkfeier im April habe er bemerkt, wie sehr es den dort anwesenden Angehörigen geholfen habe, das Leid zu teilen, sagte Bedford-Strohm am Samstag bei der digitalen Tagung der EKD-Synode. "Warum organisieren wir nicht als Kirche ein Netz von Gruppen überall in Deutschland, wo diese Menschen zusammenkommen können?", fragte er.

Er denke an eine Art Selbsthilfegruppen, "wo man sich austauschen kann, wenn man diese Erfahrung gemacht hat". An manchen Stellen gebe es das bereits, das müsse aber viel systematischer sein, sagte der bayerische Landesbischof. "Gerade wir als Kirchen sollten da vorangehen", empfahl er den Gemeinden und Gliedkirchen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte am 18. April eine zentrale staatliche Gedenkfeier für Hinterbliebene von in der Corona-Pandemie Verstorbenen ausgerichtet. Verbunden war damit auch ein ökumenischer Gottesdienst in Berlin, in dem Bedford-Strohm gemeinsam mit dem Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, predigte und auf die geladenen Angehörigen traf.

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