UN tief besorgt über eskalierende Gewalt in Nord-Mosambik

UN tief besorgt über eskalierende Gewalt in Nord-Mosambik

Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat sich tief besorgt über die eskalierende Gewalt im Norden Mosambiks geäußert. Seit dem Angriff islamistischer Milizen auf die Hafenstadt Palma Ende März seien rund 30.000 Bewohner geflüchtet, erklärte Sprecher Babar Baloch am Freitag in Genf. Drei von vier der Menschen auf der Flucht seien Kinder und Frauen. Tausende Menschen säßen in Palma fest.

Der Sprecher erklärte, Regierungstruppen seien in die Stadt vorgedrungen. Dutzende Menschen seien in den Gefechten getötet worden. Über den genauen Stand der Kämpfe zwischen Milizen und Regierungstruppen konnte er keine Angaben machen. Die Armee hingegen hatte bereits Anfang April erklärt, die Kontrolle über die Palma vollständig zurückerobert zu haben. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hatte den Angriff auf die 67.000-Einwohner-Stadt für sich reklamiert.

Insgesamt sind laut UNHCR rund 700.000 Menschen vor Terror und Kämpfen innerhalb Mosambiks geflohen, viele seien traumatisiert durch den Anblick von Grausamkeiten. Durch Angriffe seien Familien auseinandergerissen worden.

Seit rund drei Jahren terrorisierten Milizen, die als Ableger des "Islamischen Staates" gelten, die Menschen in der nördlichen Provinz Cabo Delgado. Die Gewalt verschlimmerte laut UNHCR das ohnehin harte Los der Menschen in der Region weiter, das von Armut, Hunger und Krankheiten geprägt sei.

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