Hilfsorganisation IRC warnt vor humanitärer Katastrophe in Somalia

Hilfsorganisation IRC warnt vor humanitärer Katastrophe in Somalia

Dürre, Gewalt und Corona: Somalia ist der Hilfsorganisation IRC zufolge von einer humanitären Katastrophe bedroht. "Über 80 Prozent der Menschen im Land leiden unter der Dürre. Das Vieh stirbt, die Ernten vertrocknen. Diese Klimakatastrophe lässt die Menschen verhungern", erklärte am Donnerstag der Landesdirektor des International Rescue Committee, Richard Crothers. Dazu habe es in dem von politischen Konflikten und Terror erschütterten Land am Horn von Afrika zuletzt einen sprunghaften Anstieg von Corona-Infektionen und -Todesfällen gegeben.

"In einem Land, das bereits in einer schweren humanitären Krise steckt und in dem jetzt schon fast sechs Millionen Menschen in Not sind, wird die Dürre zu weiterer Vertreibung und Ernährungsunsicherheit führen", mahnte Crothers. Seit 1990 habe Somalia bereits mehr als 30 klimabedingte Extreme erlebt: zwölf Dürren und 19 Überschwemmungen. Das entspreche einer Verdreifachung der Zahl der Extreme im Vergleich zum Zeitraum von 1970 bis 1990.

"Die bilateralen Mittel und Ressourcen bleiben aus, dabei brauchen wir jetzt mehr denn je eine Aufstockung der Unterstützung und Finanzierung, um den steigenden humanitären Bedarf zu decken", betonte Crothers. IRC ist eine internationale Hilfsorganisation, die 1933 auf Anregung von Albert Einstein gegründet wurde. Seitdem unterstützt IRC nach eigenen Angaben Menschen, die vor politischen Krisen, Krieg, Verfolgung oder Naturkatastrophen fliehen müssen.

Meldungen

Top Meldung
 Alltagsorte zu "Segenstankstellen"
Die Pandemie bringt viele Menschen an ihre Grenzen. Viele sehnen sich nach Kraft, Ermutigung und Momenten zum Durchatmen. Ein Segen ist so eine Kraftquelle. Die ökumenische Initiative "Ich brauche Segen" will helfen und mitten im Alltag "Segenstankstellen" aufstellen.