UN stellt nach Anschlag Tätigkeit in Nord-Nigeria vorübergehend ein

UN stellt nach Anschlag Tätigkeit in Nord-Nigeria vorübergehend ein

Die Vereinten Nationen haben nach Angriffen auf mehrere Hilfsorganisationen ihre Tätigkeit in Nordost-Nigeria vorübergehend eingestellt. In den betroffenen Regionen Dikwa und Damasak seien Hilfsleistungen ausgesetzt und die humanitären Helfer in Sicherheit gebracht worden, erklärte UN-Nothilfekoordinator Edward Kallon am Wochenende. Bewaffnete Gruppen hatten am 11. April in der Stadt Damasak im Bundesstaat Borno ein UN-Hilfszentrum angegriffen und drei Gebäude von Hilfsorganisationen angezündet und weitgehend zerstört.

Kallon erklärte seine Besorgnis über die jüngsten Angriffe und verurteilte Anschläge auf Zivilisten und zivile Einrichtungen aufs Schärfste. Wer für die Zerstörung der Hilfseinrichtungen verantwortlich war, blieb weiterhin unklar. Medienberichten zufolge sollen Kämpfer des "Islamischen Staats in Westafrika" (ISWAP) Damasak angegriffen und dort um sich geschossen haben. ISWAP ist eine Abspaltung der Miliz Boko Haram, die im Norden Nigerias und den Nachbarländern Tschad und Kamerun die Bevölkerung terrorisiert und immer wieder Angriffe auf Einrichtungen der Regierung und internationaler Organisationen verübt.

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