Früherer "Ökumene-Minister" des Vatikans gestorben

Früherer "Ökumene-Minister" des Vatikans gestorben

Der australische Kardinal und langjährige "Ökumene-Minister" des Vatikans Edward Idris Cassidy ist tot. Cassidy starb nach Angaben des offiziellen Internet-Portals Vaticannews vom Samstag im Alter von 96 Jahren im australischen Newcastle. Papst Johannes Paul II. hatte den Vatikan-Diplomaten 1989 zum Präsidenten des päpstlichen Einheitsrats ernannt. In dieser Funktion prägte er nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion maßgeblich den Dialog mit den orthodoxen Kirchen.

In Cassidys Amtszeit kam die Einigung zwischen Katholiken und Lutheranern über die 1999 unterzeichnete "Gemeinsame Erklärung über die Rechtfertigungslehre" zustande. Diese gilt bis heute als Meilenstein in der Aussöhnung zwischen beiden Konfessionen. Nach Cassidys Rückkehr in seine australische Heimat ernannte der Papst 2001 den früheren Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Walter Kasper, zu dessen Nachfolger an der Spitze des Einheitsrats.

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