Händel-Festspiele wegen Pandemie erneut abgesagt

Händel-Festspiele wegen Pandemie erneut abgesagt

Die Händel-Festspiele in Halle müssen coronabedingt zum zweiten Mal ausfallen. "Zu unserem großen Bedauern müssen wir mitteilen, dass aufgrund der jüngsten pandemischen Entwicklung mit dem rasanten Anstieg an Infizierten eine Durchführung der Händel-Festspiele 2021 vom 28. Mai bis 13. Juni nicht möglich ist", erklärte der Direktor der Stiftung Händel-Haus und Intendant der Händel-Festspiele, Clemens Birnbaum, am Donnerstag im sachsen-anhaltischen Halle.

Die wiederholte Absage treffe die Festivalorganisatoren "emotional und finanziell schwer, ist aber unumgänglich und alternativlos", hieß es. Alle angedachten Alternativen für das Musikfest in der Geburtsstadt des Komponisten Georg Friedrich Händel (1685-1759) seien verworfen worden, da seit Mitte März die Corona-Infektionszahlen auch in der Stadt Halle explosionsartig steigen würden. 2022 soll das 100-jährige Bestehen der Händel-Festspiele gefeiert werden.

Nach Ansicht von Birnbaum sind internationale Musikfeste und Großveranstaltungen erst wieder möglich, wenn eine bestimmte Impfquote erreicht ist. "Dies ist auch ein Grund, dass wir nicht über eine Verschiebung in den Spätsommer und die Durchführung kleiner Händel-Festspiele nachdenken", erklärte der Intendant.

Der Schwerpunkt des Musikfestes 2021 sollte unter dem Motto "Helden und Erlöser" auf Händels berühmtem Oratorium "Messiah" stehen. Der Barockkomponist wurde in Halle geboren und verbrachte dort seine Jugendzeit, er starb in 1759 London. Händels Hauptwerk umfasst mehr als 40 Opern und 25 Oratorien sowie Kirchenmusik und zahlreiche Werke für Orchester.

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