Ostermärsche mahnen zu Frieden und Abrüstung

Ostermärsche mahnen zu Frieden und Abrüstung

Trotz Corona-Pandemie wollen Aktivisten bei Ostermärschen ab Gründonnerstag für Frieden und Abrüstung demonstrieren. Im Mittelpunkt der traditionsreichen Märsche der deutschen Friedensbewegung steht nach Angaben der Friedenskooperative in Bonn in vielen Städten die Forderung nach einer Abkehr von der Zwei-Prozent-Haushaltsvorgabe für die Militärausgaben der NATO-Mitgliedsstaaten.

Die Kooperative meldet bundesweit in etwa 90 Orten Demonstrationen, Kundgebungen, Wanderungen, Fahrradtouren, Blockadeaktionen und Friedensfeste. Der große Ostermarsch Rhein/Ruhr steht in diesem Jahr unter dem Motto "Atomwaffen verbieten - Klima schützen statt aufrüsten - Nein zur EU-Armee!". Unter "www.ostermarsch.de" sind zudem virtuelle Aktionen geplant.

Die Pandemie habe gezeigt, dass die immer weitere Erhöhung der Militärausgaben kein sinnvoller Beitrag für die Sicherheit sei, sagte Kristian Golla, Sprecher der Friedenskooperative. Statt mehr Geld in die Rüstung zu stecken, müssten vor allem Investitionen in Bereiche wie Gesundheit und Pflege, die Bildung und den ökologischen Umbau verstärkt werden.

Wegen der andauernden Corona-Pandemie kann es laut Veranstaltern noch zu Änderungen bei einzelnen Veranstaltungen kommen. Teilnehmer müssen medizinische Masken tragen, die Hygieneregeln und den Abstand untereinander beachten.

Entstanden ist die Ostermarsch-Bewegung in Großbritannien, wo sich am Karfreitag 1958 in London unter der Regie des britischen Philosophen Bertrand Russel erstmals 10.000 Menschen versammelten, um für die atomare Abrüstung zu demonstrieren. In Deutschland fand der erste Ostermarsch 1960 statt.

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