Diözesankomitee fordert Ausweitung der Missbrauchs-Aufklärung

Diözesankomitee fordert Ausweitung der Missbrauchs-Aufklärung

Das Diözesankomitee im Erzbistum Paderborn hat eine Ausweitung der Aufarbeitung von Fällen sexuellen Missbrauchs im Erzbistum gefordert. Die Schritte des Erzbistums zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt seien zu begrüßen, sie reichten jedoch nicht aus, erklärte das Diözesankomitee am Mittwoch in Paderborn. Nach einem Beschluss der Vollversammlung solle die Aufarbeitungsstudie, die das Erzbistum bei einer Historikerin der Universität Paderborn in Auftrag gegeben hat, um die Zeit nach dem Jahr 2002 erweitert werden.

Außerdem forderte das Diözesankomitee die Einsetzung einer Kommission zur Aufarbeitung von Missbrauch auf der Ebene der Diözesen. Die vom Erzbistum in Auftrag gegebene Studie untersuche Fälle von sexualisierter Gewalt für die Amtszeiten der Erzbischöfe Lorenz Jaeger und Johannes Joachim Degenhardt aus historischer Perspektive und decke bislang lediglich den Zeitraum von 1941 bis 2002 ab, hieß es. Zudem seien neben den historischen auch psychologische oder soziologische Sichtweisen notwendig, um systemische Konsequenzen ziehen und Veränderungsbedarfe eruieren zu können.

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