Bischof July erinnert an Verfolgung der Zeugen Jehovas in NS-Zeit

Bischof July erinnert an Verfolgung der Zeugen Jehovas in NS-Zeit

Der württembergische evangelische Landesbischof Frank Otfried July hat zum Holocaust-Gedenktag an die Verfolgung der Zeugen Jehovas durch die Nationalsozialisten erinnert. "Mit Respekt erkennen wir die Standhaftigkeit, mit der Jehovas Zeugen ihre Haltung unter enormem Druck vertraten", sagte July am Dienstag in einem Bischofswort zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar.

"Gerade weil wir mit Jehovas Zeugen bis heute in vielem nicht einer Meinung sind, was das Leben im christlichen Glauben betrifft, und bestimmte Inhalte und Strukturen der Gemeinschaft kritisch sehen, verstehen wir diesen Gedenktag auch als Aufforderung, an die Religionsfreiheit und die Meinungsfreiheit als nicht verhandelbare Grundwerte der Freiheit zu erinnern", betonte July.

Auch der Landtag von Baden-Württemberg gedenkt in diesem Jahr in besonderer Weise Jehovas Zeugen. Der Landtag stellt eigenen Angaben zufolge jährlich wechselnd eine Opfergruppe in den Fokus - dieses Jahr die Zeugen Jehovas, die verfolgt wurden aufgrund ihres Glaubens, ihres Gewissens und der daraus folgenden Weigerung, das NS-Regime zu unterstützen, heißt es auf der Homepages des Landtages. Der Gedenkakt findet an diesem Mittwoch um 08.30 Uhr statt und kann per Stream mitverfolgt werden.

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