Bistum Hildesheim überprüft Missbrauchsvorwürfe gegen Priester

Bistum Hildesheim überprüft Missbrauchsvorwürfe gegen Priester

Das Bistum Hildesheim geht Hinweisen auf sexualisierte Gewalt durch einen im Jahr 2019 gestorbenen Priester nach. Anlass für die Untersuchungen seien Angaben von Zeitzeugen, die Matthias Eggers, Pfarrer der Pfarrei St. Petrus in Wolfenbüttel, erhalten habe, teilte das Bistum am Montag mit. Demnach soll der Priester im Jahr 2015 sexualisierte Gewalt gegen einen Jungen ausgeübt haben. Ebenso gebe es Anzeichen für eine pädosexuelle Veranlagung des Priesters.

Die Diözese hat nach eigenen Angaben den früheren Vorsitzenden Landgerichts-Richter Wolfgang Rosenbusch beauftragt, mit weiteren Fachleuten in den Pfarrgemeinden, in denen der Priester Georg M. tätig gewesen ist, die Hinweise zu überprüfen und Nachforschungen zu betreiben. Die Arbeitsgruppe soll dem Bistum zufolge die gesamte Priesterlaufbahn von Georg M. untersuchen. Der Geistliche war nach Angaben des Bistums nach seiner Weihe zum Priester im Jahr 1969 als Kaplan in den Pfarrgemeinden und Kirchorten in Bad Gandersheim (St. Maria Himmelfahrt), Groß Ilsede (St. Bernward), Salzgitter-Gebhardshagen (St. Gabriel) und Uelzen (Zum göttlichen Erlöser) tätig. Ebenso im Blick der Arbeitsgruppe seien Ronnenberg (St. Thomas Morus), Lehre (St. Martin), Salzgitter (Christ König) und Cuxhaven (St. Marien), wo der Beschuldigte ebenfalls gearbeitet habe, ehe er 2005 in den Ruhestand versetzt worden sei. Nach seinem Ruhestand 2009 sei Georg M. noch in Wolfenbüttel eingesetzt gewesen.

Die Rechercheergebnisse werden, so die Ankündigung des Bistums Hildesheim, veröffentlicht und einer Gruppe externer Fachleute um Obfrau Antje Niewisch-Lennartz zur Verfügung gestellt. Niewisch-Lennartz ist seit April 2019 tätig, um sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch während der Amtszeit des verstorbenen Hildesheimer Bischofs Heinrich Maria Janssen von 1957 bis 1982 aufzuarbeiten.

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