Unterschlagung: Ex-Vatikanbank-Chef zu langer Haftstrafe verurteilt

Unterschlagung: Ex-Vatikanbank-Chef zu langer Haftstrafe verurteilt

Der ehemalige Präsident der Vatikanbank IOR, Angelo Caloia, und sein Anwalt Gabriele Liuzzo sind vom vatikanischen Gerichtshof wegen Unterschlagung und Geldwäsche zu jeweils acht Jahren und elf Monaten Haft verurteilt worden. Vatikanangaben vom Donnerstag zufolge sahen die Richter es als erwiesen an, dass beide für den Verkauf von Immobilien des Geldinstituts unter Preis verantwortlich seien. Der Schaden der Vatikanbank sei im Rahmen des zweijährigen Gerichtsverfahrens auf 34 Millionen Euro geschätzt worden.

Die vatikanische Staatsanwaltschaft hatte 2013 begonnen, über den Verkauf von Immobilien des "Istituto per le opere religiose" (IOR) zu ermitteln. Medienberichten zufolge sollen bei den Verkäufen zusätzlich zu den vertraglich vereinbarten Preisen Barzahlungen geflossen und nicht verbucht worden sein.

Caloias Nachfolger als IOR-Präsident, Ernst von Freyberg, hatte 2013 mit der systematischen Untersuchung der Konten der Vatikanbank begonnen. Seither wurden zahlreiche Konten geschlossen.

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