Papst ordnet Seligsprechung von italienischen Widerstandspfarrer an

Papst ordnet Seligsprechung von italienischen Widerstandspfarrer an

Papst Franziskus hat die Seligsprechung des italienischen Widerstandspfarrers Giovanni Fornasini angeordnet. Das Kirchenoberhaupt erkannte am Donnerstag Vatikanangaben zufolge die Tötung des Geistlichen am 13. Oktober 1944 durch einen deutschen Besatzungsoffizier als Martyrium an.

Fornasini ließ beim Sturz des faschistischen Diktators Benito Mussolini im Juli 1943 die Glocken seiner Kirche im mittelitalienischen Sperticano in der Nähe von Marzabotto läuten. Kurz darauf schloss er sich einer Partisanengruppe an, die gegen die anschließende deutsche Besetzung Italiens kämpfte. Nach der Rekonstruktion des Seligsprechungsprozesses wurde er von einem der Urheber des Massakers von Marzabotto bei Bologna in einen Hinterhalt gelockt und enthauptet.

Auf ihrem Rückzug aus Italien verübten die deutschen Besatzer 1944 zahlreiche Massaker an Partisanen. Die Massenerschießungen von Marzabotto vom September und Oktober 1944 mit rund 800 Toten gelten als das schlimmste NS-Kriegsverbrechen in Italien.

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