Rheinische Landeskirche verabschiedet Haushalt für 2021

Rheinische Landeskirche verabschiedet Haushalt für 2021

Die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland hat am Freitag den Haushalt für das Jahr 2021 verabschiedet. Demnach wird die zweitgrößte Landeskirche in Deutschland mit einem Etat von 532 Millionen Euro wirtschaften, das sind rund 100 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Hauptgrund ist, dass die Zahlungen in die Versorgungskasse für die pensionierten Pfarrer und Kirchenbeamten um 80 bis 85 Millionen Euro reduziert werden, weil bereits 70 Prozent der künftigen Pensionszahlungen zurückgelegt wurden.

Statt bislang jeder vierte Kirchensteuer-Euro (25 Prozent) fließt demnach künftig knapp jeder fünfte Euro (18 Prozent) aus der Kirchensteuer in die Pensionskasse. Das entlaste die 655 rheinischen Kirchengemeinden zwischen Emmerich und Saarbrücken, hieß es. Der Gesamthaushalt für 2021 weist coronabedingt ein Defizit von knapp 7,5 Millionen Euro auf, das aus Rücklagen ausgeglichen werden soll. Knapp zwei Drittel der Ausgaben macht der Personalaufwand vor allem für die rund 1.700 Pfarrer aus. Die Kirchengemeinden entscheiden selbst über die Finanzen auf ihrer Ebene.

Bei den Kirchensteuereinnahmen für dieses Jahr rechnet die zweitgrößte deutsche Landeskirche wegen der Corona-Pandemie mit einem Minus von fünf Prozent gegenüber dem Jahr 2019, als der sogenannte Verteilbetrag bei 742 Millionen Euro lag. Der scheidende Finanzchef Bernd Baucks erwartet, dass sich das Steueraufkommen nach dem coronabedingten Einbruch in nächster Zeit erholt, danach aber wegen des anhaltenden Mitgliederrückgang deutlich sinkt.

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