Kampagne #zeroCovid startet in sozialen Netzwerken

Kampagne #zeroCovid startet in sozialen Netzwerken

Mit dem Aufruf #zeroCovid ist am Donnerstag eine Kampagne in den sozialen Netzwerken angelaufen, die einen umfassenden Lockdown aller nicht lebenswichtiger Bereiche fordert, insbesondere der Wirtschaft. Ziel sei es, die Neuinfektionen auf null zu senken, teilte das Bündnis am Donnerstag in Wien mit. Ein breit aufgestelltes soziales Rettungspaket solle Einkommensausfälle ersetzen, hieß es weiter.

Zu den Erstunterzeichnern und -unterzeichnerinnen gehören über 300 Personen und Gruppen aus Wissenschaft, Gesundheit, Pflege, Bildung, Gewerkschaften, Kultur und politische Initiativen in Deutschland, Österreich und Schweiz. Darunter befinden sich unter anderem der Berliner Sozialwissenschaftler Andrej Holm, der Inklusions-Aktivist Raul Krauthausen, die Journalistin Margarete Stokowski und der Gründer und Sprecher der Hilfsorganisation Sea-Watch, Ruben Neugebauer. Der Aufruf zur Kampagne kann ab sofort auch als öffentliche Petition online unterzeichnet werden.

Den Angaben zufolge lauten die zentralen Forderungen der Initiative: Einschränkung der Kontakte auf ein Minimum und Stilllegung von nicht lebensrelevanten Bereichen der Wirtschaft, finanzielle Absicherung für alle Menschen, Ausbau des Gesundheits- und Pflegebereichs, Abschaffung der Patente auf Impfstoffe, damit allen Menschen überall Impfungen zur Verfügung stehen, europaweite Solidaritätsabgaben auf hohe Vermögen, Unternehmensgewinne und Finanztransaktionen.

"Die Initiative hält die bisherigen Versuche, die Pandemie zu kontrollieren, für gescheitert", hieß es weiter. Die Maßnahmen schränkten das Leben dauerhaft ein und hätten dennoch Millionen Infektionen und Zehntausende Tote gebracht. Durch Mutationen breite sich das Virus nun noch schneller aus. Die Infektionszahlen auf null zu drücken, sei Voraussetzung, um die Krise bewältigen zu können. "Crush the Curve statt flatten the Curve" (deutsch: Die Kurve brechen statt abflachen), forderte die Initiative.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet einen neuen Höchstwert bei Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Wie das RKI am Donnerstagmorgen in Berlin mitteilte, starben den Tagesmeldungen der Gesundheitsämter zufolge weitere 1.244 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Der bisherige Melde-Höchstwert lag am 8. Januar bei 1.188.

In Australien und Neuseeland ist das Vorhaben "Zero Covid" auf Erfolg gestoßen, Wissenschaftler machen dafür eine harte Shutdown-Strategie verantwortlich.

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