Linke fordert mehr Geld für Trennungskinder in armen Familien

Linke fordert mehr Geld für Trennungskinder in armen Familien

Die Linken-Vorsitzende Katja Kipping fordert mehr Geld für getrennte Eltern, die von Hartz IV leben und sich das Sorgerecht für ihre Kinder teilen. Derzeit würden der Hartz IV-Regelsatz der Kinder sowie das Sozialgeld "entsprechend der Aufenthaltsdauer zwischen den Elternteilen aufgeteilt", sagte Kipping den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe (Online Sonntag, Print Montag). Dabei blieben jedoch Ausgaben für Dinge unberücksichtigt, die in beiden Haushalten für das Kind benötigt würden wie etwa "Bettwäsche, Zahnbürste, Schlafanzug, Spielzeug und Rucksack".

Hinzu kämen zusätzlich anfallende Fixkosten für Strom, Heizung, Haushaltsgeräte oder Vereinsbeiträge beim Elternteil, bei dem sich das Kind gerade nicht aufhält. Diese Kosten liefen weiter, ohne dass sie durch den staatlichen Leistungsbezug abgedeckt seien, kritisierte die Linken-Chefin.

Kipping forderte die Einführung eines sogenannten Umgangsmehrbedarfs. Für Fälle, in denen beide Eltern in Hartz IV getrennt voneinander leben und sich abwechselnd um den Nachwuchs kümmern, müsse der jeweilige Kindersatz "um fünfzig Prozent erhöht werden", verlangte die Linken-Politikerin. Die derzeitige tagesgenaue Berechnung der Leistung sei dagegen "aufwendig und führt zu Bürokratiekosten". Überdies erschwere es konfliktfreie Absprachen der getrennten Eltern über den Umgang, wenn sich beide in einer Situation befänden, in der "jeder Euro dreimal umgedreht werden muss".

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