Hunderte protestieren in Braunschweig gegen die AfD

Hunderte protestieren in Braunschweig gegen die AfD

Mehrere Hundert Menschen haben am Samstag in Braunschweig gegen einen Landesparteitag der niedersächsischen AfD in der Stadt protestiert. Zwei Kundgebungen in der Nähe der Tagungshalle seien zunächst ohne Zwischenfälle verlaufen, sagte eine Polizeisprecherin dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Demonstranten zeigten Transparente oder schwenkten Fahnen mit Parolen gegen Rechts, andere trommelten. Einige Aktivisten blockierten nach eigenen Angaben zeitweise eine Zufahrtstraße zu der Halle. Zu den Protesten hat das Braunschweiger "Bündnis gegen Rechts" aufgerufen.

Bündnis-Sprecher Sebastian Wertmüller hatte im Vorfeld kritisiert, Braunschweig entwickele sich "immer mehr zum Hotspot des Rechtsextremismus in Niedersachsen". Es gebe einerseits gewalttätige Neonazis, die mit Kundgebungen und Bedrohungen Druck auf politische Gegner ausübten. Aber auch die AfD als "parlamentarischer Arm der rechten Szene" tauche immer häufiger in der Stadt auf.

Die AfD will bei ihrem Treffen an diesem Wochenende die Landesliste für die Bundestagswahl aufstellen. Zu dem Parteitag wurden rund 500 Mitglieder erwartet. Zuletzt hatte die AfD im September in Braunschweig ihren Bundesparteitag abgehalten.

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