Bedford-Strohm: Licht im "Pandemie-Advent" bietet Hoffnung

Bedford-Strohm: Licht im "Pandemie-Advent" bietet Hoffnung

Aus dem "einzigen kleinen Licht" am ersten Adventssonntag können die Menschen dem bayerischen Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm zufolge gerade in diesem "Pandemie-Advent" Hoffnung schöpfen. Durch die Kontaktbeschränkungen sei das unbeschwerte Zusammensein schwer geworden, sagt der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in seinem am Freitag veröffentlichten Wort zum Advent.

Die meisten Menschen seien bereit, die aktuellen Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie weiter mitzutragen, um ihre Gesundheit und die anderer Menschen zu schützen, sagte Bedford-Strohm. Aber die Seelen seien "müde und erschöpft", gerade deshalb seien Adventslichter so wichtig. Die Hoffnung, die mit dem Advent verbunden sei, gründe aber "nicht in großen Menschenansammlungen, nicht in vollen Weihnachtsmärkten", sondern in der Zusage, dass Gott sein Volk nie alleine lasse.

Auch das Leid in anderen Ländern, sei schwer erträglich, sagte Bedford-Strohm und nannte als Beispiele den Krieg in Äthiopien und der Krieg zwischen Armenien und Aserbeidschan. Man frage sich, weshalb sich Völker "immer wieder zu Gewalt aufstacheln" ließen, "obwohl am Ende in Kriegen immer alle verlieren". Die Erfahrungen von Dunkelheit seien nicht das letzte Wort: "In dieser dunklen Jahreszeit, in dieser dunklen Weltzeit, zündet Gott ein Licht an, das niemand mehr auslöschen kann", sagte der oberste Repräsentant der deutschen Protestanten.

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