Westfälische Kirche holt 18 Tonnen faire Orangen in die Region

Westfälische Kirche holt 18 Tonnen faire Orangen in die Region

Die Evangelische Kirche von Westfalen startet zur Adventszeit die faire Orangenaktion "Süß statt bitter!". "Mehr als 18 Tonnen fair gehandelte Orangen aus Öko-Anbau rollen Anfang Dezember in die Region: vom Ruhrgebiet übers Münster- und Sauerland bis nach Ostwestfalen", teilte das Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe) am Mittwoch in Bielefeld mit. Die Orangen würden dann kistenweise in Kirchengemeinden, Kitas, Schulen, sozialen Einrichtungen, Weltläden sowie bei Verbraucherzentralen und Einzelhändlern angeboten.

In Süditalien arbeiten den Angaben zufolge rund 2.000 afrikanische Migranten als Erntehelfer auf Orangenplantagen und verdienen etwa nur 25 Euro pro Tag. "Weil große Konzerne und Handelsketten den Preis diktieren, müssen viele kleinbäuerliche Betriebe ihre Orangen für einen Preis verkaufen, der kaum die Kosten für das Pflücken abdeckt", hieß es. Der Verein "SOS Rosarno" in Kalabrien wehre sich dagegen und wolle Bauern sowie Saisonkräften menschenwürdige Arbeitsbedingungen mit fairen Preisen und Löhnen ermöglichen. Die westfälische Kirche unterstützt dieses Anliegen mit ihrer Aktion.