Katholische Hilfswerke rufen zu Solidarität mit Armen auf

Katholische Hilfswerke rufen zu Solidarität mit Armen auf

Katholische Hilfsorganisationen rufen zum Welttag der Armen zu Solidarität und Engagement für die Ärmsten der Welt auf. Das Coronavirus treffe diese besonders stark, "diese Menschen brauchen unsere Hilfe mehr denn je", sagte Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Michael Heinz am Montag in Essen. Insbesondere die Landbevölkerung in Lateinamerika und der Karibik sei dem Virus aufgrund von Armut, chronischen Leiden an Infektionskrankheiten sowie der schlechten Ernährungssituation oft schutzlos ausgeliefert.

"Der Einsatz für die Armen ist keine bloße Option, sondern eine Notwendigkeit für authentischen Glauben", heißt es in einer Botschaft von Papst Franziskus zum Welttag der Armen am 15. November. "Angesichts der Corona-Pandemie ist dieser Satz eine klare Ansage: Wir dürfen die Armen nicht vergessen!", sagte Pfarrer Christian Hartl, der Sprecher der katholischen weltkirchlichen Hilfswerke Misereor, Adveniat, Renovabis, Missio Aachen und München, Caritas international und des Kindermissionswerks "Die Sternsinger".

Alle katholischen Hilfswerke und ihre Partner rund um den Globus bemühten sich nach Kräften, die Not zu lindern und den Betroffenen zur Seite zu stehen, sagte Hartl. "Lassen Sie uns jetzt diesen Welttag der Armen zum Anlass nehmen, unsere Anstrengungen noch einmal zu verstärken - und zu helfen, wo auch immer es uns möglich ist."

Der Welttag der Armen wurde von Papst Franziskus 2016 ins Leben gerufen und wird am kommenden Sonntag zum vierten Mal begangen. Die Botschaft des Papstes steht 2020 unter dem Motto "Streck dem Armen deine Hand entgegen".

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